Schulungsvideos erstellen – Das Wichtigste in Kürze
- Schulungsvideos erklären Prozesse, Software, Produkte oder interne Abläufe per Video und machen Wissen leichter zugänglich.
- Ein gutes Schulungsvideo braucht ein konkretes Lernziel, eine definierte Zielgruppe, ein passendes Format und einen Aufbau, der zum späteren Einsatz passt.
- Gängige Formate sind Screencasts, Prozessvideos, Talking Head Videos, grafische Schulungsvideos, Webinar-Mitschnitte, Präsentationsvideos und Microlearning-Clips.
- Company 11 begleitet Dich vom Briefing bis zum fertigen Schulungsvideo und entwickelt Inhalte für Onboarding, Prozesse, Produkttraining und interne Wissensvermittlung.
Was ist ein Schulungsvideo?
Ein Schulungsvideo vermittelt Wissen, Prozesse oder Arbeitsschritte per Video. Es richtet sich meist an Mitarbeitende, Kunden oder Partner. Im Vergleich zum Erklär- und Lernvideo steht der konkrete Lern- oder Arbeitskontext stärker im Vordergrund.
Wann lohnt es sich, ein Schulungsvideo zu erstellen?
Ein Schulungsvideo lohnt sich, sobald Wissen mehrfach erklärt wird. Es bringt Struktur in wiederkehrende Schulungen und sorgt dafür, dass alle dieselbe Grundlage erhalten.
Diese Inhalte kannst Du besonders gut als Schulungsvideo aufbereiten:
- Onboarding: Neue Mitarbeitende erhalten denselben Einstieg in Tools, Abläufe, Regeln und erste Aufgaben.
- Wissenshub: Häufige Fragen landen als Video in einer internen Wissensdatenbank.
- Software-Schulung: Klickwege, Menüs und Eingaben lassen sich per Screenrecording nachvollziehbar zeigen.
- Prozessschulung: Wiederkehrende Abläufe werden einmal sauber aufgenommen und im Team geteilt.
- Produkttraining: Vertrieb, Support, Partner oder Kunden erhalten denselben Wissensstand.
- Pflichtschulung: Arbeitsschutz, Datenschutz oder IT-Regeln lassen sich in kurze Module aufteilen.
Der größte Nutzen entsteht bei Themen, die regelmäßig wiederkommen. Ein gutes Schulungsvideo ergänzt die persönliche Einarbeitung und nimmt viele wiederholte Erklärungen aus dem Alltag.
So entsteht Können: Durch Sehen, Analysieren und Wiederholen.
Ein einfaches Beispiel ist Erste Hilfe: Wenn Du die Regeln nur liest, kennst Du den Ablauf. Wenn Du die Handgriffe siehst, verstehst Du besser, wo die Hände liegen, wie stark der Druck sein muss und in welchem Rhythmus ein Schritt folgt. Genau deshalb arbeiten Erste-Hilfe-Kurse mit Dummys.
Denselben Gedanken kennt Company 11 aus der Videoproduktion. Unser Team ist durch Filme, Making-ofs, Tutorials und Fachvideos überhaupt zu seiner Berufung gekommen: Wir haben gesehen, analysiert, ausprobiert und wiederholt.
So lernen Menschen heute in vielen Bereichen: in Schulen, Universitäten, Unternehmen und auch zu Hause. Videos zeigen Bewegung, Reihenfolge, Tempo und Details, die reine Beschreibungen schwer greifbar machen.
Genau hier setzen Schulungsvideos an. Sie machen Abläufe, Standards und Wissen im Unternehmen sichtbar.
Du willst Wissen in Deinem Unternehmen sichtbar machen?
Formate von Schulungsvideos: Der Überblick
Schulungsvideos unterscheiden sich vor allem durch die Art der Aufnahme. Für die Planung zählt, ob Bildschirm, reale Arbeitsschritte, Sprecher, Grafiken oder bestehende Schulungen aufgenommen und verarbeitet werden. Daraus ergeben sich Aufwand, Technik, Drehplanung und spätere Bearbeitung.
So sind die gängigen Formate von Schulungsvideos aufgebaut:
Format | Aufbau der Aufnahme |
Screencast/ Screenrecording | Der Bildschirm wird aufgenommen. Mausbewegungen, Klickwege, Menüs und Eingaben stehen im Bildmittelpunkt. Dazu kommt meist eine Sprecherstimme. |
Prozessvideo am Arbeitsplatz | Eine Kamera begleitet reale Arbeitsschritte vor Ort. Hände, Werkzeuge, Maschinen, Produkte oder Übergaben werden aus mehreren Perspektiven aufgenommen. |
Talking Head Video | Eine Person erklärt den Ablauf direkt vor der Kamera. Das Video nutzt meist ein festes Set, Licht, Mikrofon und ergänzende Einblendungen. |
Grafikbasiertes Schulungsvideo | Grafiken, Icons, Texteinblendungen und einfache Animationen führen durch den Ablauf. Diese Form eignet sich für abstrakte Abläufe und Regeln. |
Interviewbasiertes Schulungsvideo | Fachpersonen beantworten vorbereitete Punkte vor Kamera. Der Schnitt ordnet die Aussagen in kurze Lernabschnitte. |
Webinar- oder Schulungsmitschnitt | Eine bestehende Schulung wird aufgezeichnet und später gekürzt, betitelt und in Kapitel gegliedert. |
Slidecast/ Präsentationsvideo | Präsentationsfolien werden mit Sprecherstimme kombiniert. Teilweise erscheint zusätzlich eine Person im Bild. |
Microlearning-Clip | Ein einzelner Schritt wird in sehr kurzer Form erklärt. Der Aufbau bleibt kompakt und eignet sich für schnelle Wiederholung im Arbeitsalltag. |
Hinweis: Viele Schulungsvideos kombinieren mehrere Formate. Ein Prozessvideo kann durch Grafiken ergänzt werden, ein Screencast durch eine Sprecheraufnahme oder ein Webinar-Mitschnitt durch kurze Microlearning-Clips. Diese Kombination funktioniert als eigener Produktionsansatz, wenn Aufbau, Aufnahmeart und spätere Nutzung vorab feststehen.
Wie plant man ein Schulungsvideo richtig?
Ein Schulungsvideo entsteht aus einem klar abgegrenzten Thema, einer passenden Aufnahmeform und einem Aufbau, der sich später gut nutzen lässt. In der Planung legst du fest, wer das Video sieht, welche Schritte gezeigt werden und wo das Video später abrufbar ist.
Welche Punkte gehören in die Planung?
Die Planung macht aus einer groben Idee eine Produktionsgrundlage. So lassen sich Skript, Aufnahme, Schnitt und spätere Pflege sauber vorbereiten.
Planungspunkt | Was du festlegst |
Thema | Welcher Ablauf oder welches Wissen im Video behandelt wird |
Zielgruppe | Wer das Schulungsvideo nutzt und welches Vorwissen vorhanden ist |
Lernziel | Was die Person nach dem Video ausführen oder verstehen soll |
Format | Screenrecording, Prozessvideo, Talking Head, Grafikvideo oder Mitschnitt |
Struktur | Einstieg, Erklärung, Schritte, Zusammenfassung und nächster Arbeitsschritt |
Verteilung | Ablageort, Zugriffsrechte, Titel, Kapitel und spätere Pflege |
Je sauberer diese Punkte stehen, desto leichter wird die Produktion. Das Video erhält einen festen Aufbau, der zur Zielgruppe, zum Inhalt und zum späteren Einsatz passt.
Wie setzt Du ein konkretes Lernziel für das Schulungsvideo?
Vor der Aufnahme formulierst du ein Lernziel. Das Lernziel beschreibt, was eine Person nach dem Schulungsvideo verstehen, prüfen oder ausführen soll.
Ein gutes Lernziel bleibt nah an einer Handlung. Statt ein Thema allgemein zu beschreiben, legst du den nächsten Arbeitsschritt fest. Dafür eignen sich Verben wie anlegen, prüfen, freigeben, dokumentieren, versenden, einrichten, zuweisen oder auswerten.
Die Tabelle zeigt, wie aus einem allgemeinen Schulungsthema ein brauchbares Lernziel wird:
Allgemeines Thema | Lernziel für das Schulungsvideo |
Interne Software | Neue Mitarbeitende melden sich im System an, finden ihre Aufgaben und schließen den ersten Arbeitsschritt ab. |
Produktwissen | Der Vertrieb erklärt drei Kernfunktionen und beantwortet typische Kundenfragen. |
Interner Prozess | Mitarbeitende bereiten eine Freigabe vor und dokumentieren den Abschluss. |
Onboarding | Neue Mitarbeitende finden ihre ersten Tools, Zugänge und Aufgaben am ersten Arbeitstag. |
Wie Du in der Planung von Schulungsvideos vorgehst
Die Planung übersetzt das Lernziel in einen Ablauf, der sich aufnehmen lässt. Dabei legst du fest, was gezeigt wird, wer spricht, welches Material gebraucht wird und wo das Video später genutzt wird.
So gehst du vor:
- Thema eingrenzen: Ein Video behandelt einen abgegrenzten Ablauf, etwa einen Prozessschritt, eine Softwarefunktion oder eine wiederkehrende Aufgabe.
- Zielgruppe festlegen: Neue Mitarbeitende brauchen mehr Kontext als erfahrene Teams. Kunden brauchen eine andere Sprache als interne Fachabteilungen.
- Vorwissen einschätzen: Der Aufbau richtet sich danach, welche Begriffe, Tools oder Abläufe bereits bekannt sind.
- Ablauf in Schritte teilen: Jeder Schritt bekommt eine eigene Szene, Bildschirmaufnahme oder Einblendung.
- Material vorbereiten: Dazu gehören Skript, Dateien, Zugangsdaten, Beispielprozesse, Drehort, Sprecher und Freigaben.
- Ausspielung planen: Vor dem Dreh steht fest, ob das Video ins Intranet, in eine Lernplattform, in ein Helpcenter oder in eine Onboarding-Strecke kommt.
Am Ende der Planung steht ein schlanker Produktionsplan. Er zeigt, welche Inhalte aufgenommen werden, welche Personen beteiligt sind und welche Dateien nach dem Schnitt bereitstehen müssen.
Wie produzierst Du ein Schulungsvideo Schritt für Schritt?
Die Produktionsschritte hängen vom Format des Schulungsvideos ab. Ein Screenrecording braucht andere Vorbereitung als ein Prozessvideo am Arbeitsplatz oder ein Talking Head Video. Im Kern durchlaufen die meisten Schulungsvideos aber dieselben Schritte:
- Schreibe ein Skript mit zwei Spalten: Links steht, was im Bild passiert. Rechts steht der Sprechertext. So erkennst du sofort, ob Bild und Erklärung zusammenpassen.
- Plane pro Szene nur einen Lernschritt: Teile den Ablauf in kurze Abschnitte. Ein Klickweg, ein Handgriff oder eine Regel bekommt jeweils eine eigene Szene.
- Bereite alle Inhalte vor der Aufnahme vor: Öffne benötigte Dateien, richte Testdaten ein, entferne private Informationen vom Bildschirm und lege Zugänge bereit.
- Räume Bild und Ton auf: Wähle einen ruhigen Raum, prüfe das Mikrofon, schließe störende Programme und mache eine kurze Probeaufnahme.
- Nimm in kurzen Blöcken auf: Stoppe nach jedem Abschnitt. So kannst du Fehler neu aufnehmen, ohne das ganze Video wiederholen zu müssen.
- Schneide alles heraus, was den Lernschritt bremst: Entferne Pausen, Suchbewegungen, Versprecher, doppelte Hinweise und unnötige Wege im Bild.
- Markiere wichtige Stellen im Bild: Nutze Zooms, Pfeile, Rahmen, Texteinblendungen oder Cursor-Hervorhebungen, wenn ein Detail sonst übersehen wird.
- Bearbeite die Sprache: Gleiche Lautstärken an, reduziere Störgeräusche und prüfe, ob jeder Satz beim ersten Hören verständlich ist.
- Setze Untertitel und Kapitel: Untertitel helfen bei mobiler Nutzung, lauten Büros und Teams mit unterschiedlichen Sprachständen. Kapitel machen längere Videos durchsuchbar.
- Teste das Video mit einer Person aus der Zielgruppe: Die Person sieht das Video und führt den Ablauf danach selbst aus. Wenn Rückfragen entstehen, überarbeite genau diese Stelle.
Prüfpunkt vor Veröffentlichung: Das Schulungsvideo ist einsatzbereit, wenn eine Person aus der Zielgruppe den gezeigten Ablauf ohne zusätzliche Erklärung durchführen kann.
Fazit: Schulungsvideo erstellen und Wissen langfristig nutzbar machen
Schulungsvideos entstehen durch mehr als Aufnahme und Schnitt. Lernziel, Zielgruppe, Skript, Aufnahmeform, Ton, Untertitel, Ablage und Pflege bestimmen, ob Dein Video im Alltag genutzt wird.
Darum lohnt sich vor der Produktion ein genauer Blick auf Thema, Zielgruppe und späteren Einsatz. Ein Screenrecording braucht einen anderen Aufbau als ein Prozessvideo am Arbeitsplatz, ein Talking Head Video oder ein grafisches Schulungsvideo.
Company 11 begleitet Dich vom ersten Briefing bis zum fertigen Schulungsvideo. Du bekommst kein reines Kamerateam, sondern eine Videoproduktion, die Dein Thema strukturiert, starke Bilder entwickelt und Schulungsinhalte sauber aufbereitet.
Lass uns Dein Projekt gemeinsam klarziehen. Schick uns Dein Thema und Du bekommst schnell eine konkrete Einschätzung zu Aufbau, Aufwand und Umsetzung.
Du suchst ein Produktionsteam für Schulungsvideos?
Schulungsvideo erstellen – Häufige Fragen und Antworten
Was kostet es, Schulungsvideos erstellen zu lassen?
Die Kosten hängen vom Format, der Länge, dem Drehaufwand und der Postproduktion ab. Ein einfaches Screenrecording kostet deutlich weniger als ein Prozessvideo mit Kamera, Licht, Ton, mehreren Personen und Grafiken.
Kann man Schulungsvideos mit KI erstellen?
Schulungsvideos mit KI eignen sich für einfache Updates, kurze interne Hinweise, Sprecherstimmen, Untertitel oder Übersetzungen. Sobald reale Arbeitsplätze, Produkte, Menschen oder komplexe Abläufe gezeigt werden sollen, liefert eine echte Videoproduktion meist mehr Kontrolle über Bild, Ton, Verständlichkeit und vor allem Persönlichkeit.
Welche Software eignet sich zum Erstellen von Schulungsvideos?
Für Screenrecordings eignen sich Aufnahmeprogramme mit Cursorführung, Sprecheraufnahme und Schnittfunktion. Für interne Lernstrecken brauchst du zusätzlich eine Plattform, auf der Videos geordnet, aktualisiert und für Mitarbeitende auffindbar abgelegt werden.
Wie lange dauert die Produktion eines Schulungsvideos?
Ein kurzes Screenrecording kann innerhalb weniger Tage entstehen, wenn Skript, Dateien und Freigaben bereitstehen. Aufwändigere Schulungsvideos mit Dreh, Sprecher, Grafiken, Untertiteln und Korrekturen brauchen meist mehrere Wochen.
Wann sollte Company 11 ein Schulungsvideo produzieren?
Company 11 passt, wenn dein Schulungsvideo echte Prozesse, Produkte, Mitarbeitende oder Arbeitsabläufe zeigen soll. Das Team übernimmt Briefing, Aufbau, Dreh, Schnitt, Ton und finale Ausspielung, damit aus internem Wissen ein nutzbares Video entsteht.
Erstellt Company 11 auch Schulungsvideos für Onboarding und Produkttraining?
Ja, Company 11 kann Schulungsvideos für Onboarding, interne Prozesse, Produkttraining, Kundenkommunikation und Wissensdatenbanken produzieren. Besonders sinnvoll ist das bei Inhalten, die regelmäßig erklärt werden und langfristig im Unternehmen abrufbar bleiben sollen.